Die wichtigsten Funktionen der Nase sind die Klimatisierung der Atemluft, das Riechvermögen, Reflexsteuerung (Nies-, und Hustenreflex, Tränensekretion) und die Schleimhautabwehr. Die Nasennebenhöhlen sind am Klimaausgleich beteiligt, sind Stoßdämpfer und an der Statik des Gesichtsschädels beteiligt.
Erkrankungen der äußeren und inneren Nase sowie der Nasennebenhöhlen (NNH) lassen sich durch die äußere Beurteilung der Nase (Inspektion), die endoskopische Untersuchung (Blick in die Nase) und durch bildgebende Verfahren (Röntgenübersichtsaufnahmen, Computertomograpie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Ultraschall) diagnostizieren. Zur Feststellung einer Atembehinderung bedient man sich der Nasendurchflussmessung (Rhinomanometrie), bei der die Durchgängigkeit der Nasenwege für die Atemluft geprüft wird. Zu den Funktionsprüfungen der Nase zählt auch die Geruchsprüfung, bei der die Schwelle für Geruchsreize durch verschiedene Riechreizstoffe mit zunehmender Konzentration ermittelt wird (subjektive Riechprüfung).

Erklärung Kehlkopfmodel

Therapie von Nasen- und Nasennebenhöhlen-Erkrankungen

Viele Schleimhautschwellungen der Nasen – und Nasennebenhöhlen beruhen auf einer Störung der vegetativen Schleimhautinnervation (Vasomotorische Rhinitis) oder einer echten allergischen Reaktion. Die Nasenschleimhäute bzw. die allergische Erkrankung sollte gezielt behandelt und symptomatische anatomische Veränderungen (z.B. eine schiefstehende Nasenscheidewand) operativ-chirurgisch behoben werden. Wichtig ist auch eine gute Nasenpflege. Wer seine Nase regelmäßig, d.h. mehrmals täglich mit lauwarmer Kochsalzlösung spült, kann eine deutliche Besserung seiner Symptome erwarten. Auch spezielle Pflegecremes bringen die gereizten Nasenschleimhäute wieder ins Gleichgewicht.
Chronisch-entzündliche Veränderungen der Nasennebenhöhlen (“Nasenpolypen”) und angeborene Fehlstellungen der Nasenscheidewand führen zu gehäuften Infekten der oberen Atemwege, einer Nasenatmungsbehinderung, oder zu einem chronischen Schnupfen. Durch mikroskopisch-endoskopische Verfahren mit speziellem Mikroninstrumentarium, teils auch laserchirurgisch, lassen sich Pathologien im inneren der Nase schonend, unsichtbar von außen und ohne sichtbare Schnitte korrigieren. Die Wiederherstellung einer normalen Nasenluftpassage, die Beseitigung von sogenannten „Engstellen” und die Entfernung von krankhaft-entzündlichen Veränderungen sind das oberste Ziel der Operationstechniken.

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